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Grundlagen der Bildgestaltung
yottapixelGrundlagen der Bildgestaltung Die Bildgestaltung (auch: Komposition) ist eines der wesentlichsten Gebiete des Fotografierens. Sie ist eigentlich der erste Schritt bei jeder Aufnahme eines Fotos und liegt damit zeitlich vor der tatsächlichen, von der Kamera durchgeführten Aufzeichnung des Fotos. Die technischen Grundlagen der Fotografie sind für die Bildgestaltung von großer Bedeutung.
Grundlagen der Bildgestaltung

Grundlagen der Bildgestaltung
Die Bildgestaltung (auch: Komposition) ist eines der wesentlichsten Gebiete des Fotografierens. Sie ist eigentlich der erste Schritt bei jeder Aufnahme eines Fotos und liegt damit zeitlich vor der tatsächlichen, von der Kamera durchgeführten Aufzeichnung des Fotos. Die technischen Grundlagen der Fotografie sind für die Bildgestaltung von großer Bedeutung.

Vor allem Laien neigen oft dazu, sich über Bildgestaltung wenig oder gar keine Gedanken zu machen. Solche Aufnahmen bezeichnet man für gewöhnlich als Schnappschuss – das Foto wird ohne großes Nachdenken und In-Szene-Setzen aufgenommen. Das Ergebnis ist dann oft enttäuschend. Fast jedem wird dies bereits einmal aufgefallen sein – das Foto wirkt am Ende ganz anders als man sich vorgestellt hat oder wie man die Szene selbst erlebt und gesehen hat. Die Aufnahme erscheint vielleicht flach, ausdruckslos, langweilig. Der Hauptgrund ist dabei, dass die Kamera die Welt auf andere Weise sieht als wir. Sie ist einäugig und erzeugt zweidimensionale Abbilder, während wir die Welt mit zwei Augen sehen und sie für uns räumlich erscheint. Wenn man einmal ausprobieren möchte, wie die Kamera einen Ausschnitt sieht, so reicht es bereits aus, das linke oder rechte Auge zu schließen – das Bild wirkt dann in der Tat ganz anders.

Es gibt jedoch einige elementare Regeln und Tricks, wie man Szenen so gestalten beziehungs- weise aufnehmen kann, dass sie attraktiver wirken und aus einem spontanen Schnappschuss eine durchdachte, ansprechende Aufnahme wird. In diesem Abschnitt werden einige wenige, aber umso bedeutendere Regeln vorgestellt, um qualitativ bessere Bilder zu erzeugen. Hauptanliegen ist dabei, ein geeignetes Motiv zu finden, es im Bild zu positionieren und Tiefe zu erzeugen (also den dreidimensionalen Eindruck zu einem gewissen Grad wiederherzustellen). Das Verinnerlichen dieser grundlegenden Regeln der Bildgestaltung ist eine gute Voraussetzung, um überzeugende Bilder hervorzubringen – eine Vielzahl dieser Regeln sind dabei im Kern sehr einfach und nachvollziehbar, so dass sie Fotografen mit ein wenig Erfahrung oft ganz automatisch befolgen.

Unter der Bildgestaltung (Komposition) versteht man die Anordnung und Verbindung formaler Elemente
in einem Kunstwerk. Sie umfasst damit für gewöhnlich das Suchen und Auswählen eines Motivs sowie die Anordnung dessen in einem Bild. Dabei sind eine Vielzahl von Nebenbedingungen wie Farben, Kontrast, Strukturen, Bildausschnitt, Perspektive etc. zu beachten; auch die technischen Grundlagen der Fotografie spielen hier eine gewisse Rolle. So wirken sich Schärfentiefe, Belichtungsdauer, Brennweite etc. ebenfalls auf das zukünftige Bild aus.

Da die Bildgestaltung ein kreativer Prozess ist, ist sie von sehr individuellem Charakter. Eigentlich sollte jeder für sich selbst entscheiden können, wie das aufzunehmende Bild am besten gestaltet werden soll und wie es am besten wirkt – ein Kapitel über Bildkomposition wäre demnach eigentlich überflüssig. Es gibt jedoch verschiedene Regeln und Richtlinien, die man im Allgemeien befolgen kann, um ästhetisch ansprechende Fotos zu erlangen, egal welche eigenen Motive und Ziele man verfolgt. Auch wenn jeder Fotograf seinen eigenen Stil besitzt und eine individuelle Meinung zur Bildgestaltung hat, wird er diesen Richtlinien in vielen Fällen folgen. Eine Anleitung zur korrekten Bildkomposition für ein bestimmtes Motiv beziehungsweise einen bestimmten Fall ist aber natürlich weder möglich noch sinnvoll. Da es nicht nur einen Weg zu einem guten Bild gibt, schließen sich einige Regeln auch gegenseitig aus. Daher hat man oft auch bei der Befolgung der Regeln die Wahl, welche Variante am besten zum Motiv paßt.

Manchmal ist es auch interessant, die in diesem Abschnitt vorgestellten Regeln bewusst zu brechen und somit ein außergewöhnliches Foto zu erzielen. Dies sollte jedoch mit Bedacht getan werden – das Brechen aller Regeln führt nicht automatisch zu beeindruckenden Fotos, sondern schnell zu Chaos oder unqualifizierten Aufnahmen. Wie überall muss am Ende das Gesamtpaket stimmen.

Komposition
yottapixelKomposition Das Motiv eines Fotos ist der kennzeichnende, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich lenkende Teil eines Fotos. Man sagt auch, es hat die höchste Gewichtung, also die größte Aussagekraft beziehungsweise Bedeutung. Andere Bereiche des Fotos haben demnach eine niedrigere Gewichtung, sie sind eher Beiwerk, dürfen bei der Gestaltung aber dennoch keineswegs vernachlässigt werden.
Komposition

Komposition
Das Motiv eines Fotos ist der kennzeichnende, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich lenkende Teil eines Fotos. Man sagt auch, es hat die höchste Gewichtung, also die größte Aussagekraft beziehungsweise Bedeutung. Andere Bereiche des Fotos haben demnach eine niedrigere Gewichtung, sie sind eher Beiwerk, dürfen bei der Gestaltung aber dennoch keineswegs vernachlässigt werden.

Ein Foto kann auch aus mehreren Motiven aufgebaut sein, zum Beispiel drei Apfelbäume auf einer Wiese oder zwei Personen, die um die Wette laufen. In vielen Fällen gibt es dabei ein Hauptmotiv (das Motiv mit größter Bedeutung beziehungsweise Aussage) und entsprechende Nebenmotive. Manchmal meint der Begriff Nebenmotiv auch sämtliche Bildelemente, die nicht das Hauptmotiv sind.

In einigen Fällen ist sofort ersichtlich was das Motiv eines Fotos ist. Ein Apfelbaum auf einer sonst kahlen Wiese ist offensichtlich das Motiv des Fotos, der Blick des Betrachters richtet sich sofort auf den Baum. In manchen Fällen ist möglicherweise nicht ganz klar, was das Motiv ist. Vor allem bei Landschaftsaufnahmen ist dies der Fall. Die klassische Fotografie sieht vor, dass in jedem Foto ein Motiv vorhanden ist, aber das Motiv muss nicht immer ein bestimmtes, abgrenzbares Objekt sein (zum Beispiel Person, Baum, Fahrzeug, Gebäude, Bach, Laternenmast etc.). Der Schatten einer Person am Strand, über den Himmel verteilte Schäfchenwolken oder abstrakte Muster, die sich durch das gesamte Bild ziehen, können ebenfalls das Motiv sein. Inwiefern man allerdings hierbei noch von einem Motiv im eigentlichen Sinne sprechen kann, ist durchaus fragwürdig.

Grundsätzlich ist es auch denkbar, zwei Arten von Fotos zu unterscheiden:
Fotos mit einem (Haupt-) Motiv, an denen der Betrachter beim Betrachten sprichwörtlich “hängen bleibt”, und die Fotos, die kein konkretes Motiv besitzen (der Betrachter betrachtet das Foto im Ganzen). Ein Foto, das kein Motiv im ersten Sinne besitzt, muss daher nicht zwangsweise schlecht sein.

Das Hauptmotiv eines Bildes sollte, sofern es existiert, automatisch die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich lenken. Es ist daher wichtig, es so zu platzieren, dass es als “Blickfang” wirkt. Bei einem Apfelbaum auf kahler Wiese ist dies ganz sicher der Fall – manchmal droht aber das Hauptmotiv von Nebenmotiven beziehungsweise anderen Objekten abgelenkt zu werden. In den nachfolgenden Abschnitten werden daher einige Richtlinien genannt, wie man das Hauptmotiv anordnen kann, damit es als zentraler Bestandteil des Fotos auch wahrgenommen wird.

Einige Tipps seien hier bereits vorweggenommen (werden später aber noch ausführlicher erläutert):

Störende Elemente können durch eine andere Perspektive oder durch Zoom ausgeblendet werden. Hier ist es oft sinnvoll, den Standort zu wechseln und zu prüfen, ob das Motiv nicht von einer anderen Position viel besser wirkt.
Ein unruhiger Hintergrund wirkt sehr störend. Eine Möglichkeit wäre es, ihn in Unschärfe versinken zu lassen (kleine Blende, eventuell größere Brennweite).
Ist die Störung nur von kurzer Dauer (zum Beispiel ein Bagger, der im Hintergrund durchs Bild fährt), lohnt es sich gegebenenfalls zu warten.
Im Zweifelsfall kann man auch auf die digitale Bildbearbeitung hoffen. Lässt sich ein störendes Nebenmotiv nicht verhindern, kann man das Foto erst einmal aufnehmen und versuchen, dieses dann später zu retuschieren.
Wenn mehrere Motive im Bild auftreten, sollte man darauf Wert legen, dass diese einigermaßen sinnvoll angeordnet sind und in dem Bild eine gewisse Ordnung herrscht. Sich überlagernde Motive, die kaum mehr auffallen oder voneinander abgrenzt werden können und das Auge des Betrachters verwirren, sollten stets vermieden werden. Die Redewendung “den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen” sollte daher niemals auf ein Foto zutreffen, es sei denn es ist das bewusste Bestreben des Fotografen, ein ausgesprochen chaotisches Bild zu schaffen.

Arbeiten mit Camera Raw
yottapixelArbeiten mit Camera Raw Zwar wurde Adobe Camera Raw entwickelt, um Fotos im RAW-Format zu verarbeiten, doch können Sie es auch für JPEGs und TIFFs nutzen. Ein großer Vorteil von Camera Raw, den viele auf den ersten Blick gar nicht als solchen erkennen, ist, dass sich Bilder mit Camera Raw einfacher bearbeiten lassen als mit anderen Programmen. Die Einstellungen in Camera Raw sind sehr einfach, werden sofort übernommen und lassen sich vollständig widerrufen. Zunächst müssen Sie Ihre Bilder jedoch in Camera Raw öffnen.
Camera Raw

Arbeiten mit Camera Raw
Zwar wurde Adobe Camera Raw entwickelt, um Fotos im RAW-Format zu verarbeiten, doch können Sie es auch für JPEGs und TIFFs nutzen. Ein großer Vorteil von Camera Raw, den viele auf den ersten Blick gar nicht als solchen erkennen, ist, dass sich Bilder mit Camera Raw einfacher bearbeiten lassen als mit anderen Programmen. Die Einstellungen in Camera Raw sind sehr einfach, werden sofort übernommen und lassen sich vollständig widerrufen. Zunächst müssen Sie Ihre Bilder jedoch in Camera Raw öffnen.

RAW-Bilder öffnen:

Da Camera Raw entwickelt wurde, um RAW-Bilder zu öffnen, öffnet Photoshop bei einem Doppelklick auf ein RAW-Bild (in der Mini Bridge oder in einem Ordner auf Ihrem Computer) das Bild im Camera-Raw-Dialog (der vollständige, offizielle Name lautet Adobe Camera Raw, es wird oft auch als ACR bezeichnet; hier nenne ich es einfach “Camera Raw”). Hinweis: Wenn Sie auf ein vermeintliches RAW-Bild klicken, sich Camera Raw jedoch nicht öffnet, überprüfen Sie, ob Sie auch die neueste Version von Camera Raw besitzen – Bilder neuerer Kameras benötigen immer die neueste Programmversion.

JPEGs & TIFFs aus der Mini Bridge heraus öffnen:

Wollen Sie ein JPEG- oder TIFF-Bild aus der Mini Bridge heraus öffnen, dann rechts-klicken Sie einfach darauf und wählen aus dem Kontextmenü ÖFFNEN MIT/CAMERA RAW.

JPEGs und TIFFs vom Computer öffnen:

Wenn Sie ein JPEG oder TIFF direkt vom Computer öffnen wollen, gehen Sie so vor: Am Mac wählen Sie in Photoshop DATEI/ÖFFNEN In der Öffnen-Dialogbox klicken Sie auf das JPEG (oder TIFF) – im format-Popup-Menü steht JPEG. Klicken Sie auf dieses Menü und wählen Sie CAMERA RAW. Klicken Sie anschließend auf ÖFFNEN und das JPEG wird in Camera Raw geöffnet. Unter Windows wählen Sie in Photoshop DATEI/ÖFFNEN als, suchen dann das JPEG oder TIFF und wählen im Popup-Menü Öffnen als die Option Camera Raw. Klicken Sie auf ÖFFNEN. Fertig.

Mehrere Bilder gleichzeitig öffnen:

Sie können auch mehrere RAW-Bilder gleichzeitig in Camera Raw öffnen, indem Sie sie zunächst auswählen (entweder in Mini Bridge oder in einem Ordner auf Ihrem Computer) und eines dann doppelt anklicken. Links im Camera-Raw-Fenster sehen Sie einen Filmstreifen mit den übrigen Bildern. Handelt es sich um JPEGs oder TIFFs, wählen Sie sie zuerst in Mini Bridge aus, wechseln in den Betrachtungsmodus und drüecken (Alt)-(R) oder Sie klicken mit der rechten Maustaste auf eines der ausgewählten Bilder und wählen dann die Option in Camera Raw ÖFFNEN. Befinden sie sich in einem Ordner auf Ihrem Computer, müssen Sie sie auch mit Mini Bridge öffnen (navigieren Sie über die Pfadleiste in Mini Bridge zu den Bildern).

JPEGs und TIFFs in Camera Raw bearbeiten:

Ein Hinweis zum Bearbeiten von JPEGs und TIFFs in Camera Raw: Wenn Sie Änderungen an einem JPEG oder TIFF vorgenommen haben und dann auf BILD ÖFFNEN klicken, wird Ihr Bild (wie erwartet) in Photoshop geöffnet. Wollen Sie hingegen die Änderungen aus Camera Raw speichern, ohne das Foto in Photoshop zu öffnen, dann klicken Sie stattdessen auf FERTIG. Es gibt allerdings einen großen Unterschied zwischen dem Bearbeiten von JPEG- oder TIFF-Bildern und dem Bearbeiten eines RAW-Bildes. Wenn Sie auf FERTIG klicken, beeinflussen Sie tatsächlich die Pixel des Original-JPEGs oder -TIFFs, während das bei einem RAW nicht der Fall ist (ein weiterer großer Vorteil des Arbeitens in RAW). Öffnen Sie Ihr JPEG oder TIFF mit BILD ÖFFNEN in Photoshop, dann bearbeiten Sie ebenfalls das richtige Bild. So ist das.

Die zwei Camera Raws:

Und noch etwas sollten Sie wissen: Eigentlich gibt es zwei Camera Raws – eins in Photoshop und ein eigenes in Bridge. Das erweist sich dann als Vorteil, wenn Sie viele RAW-Fotos verarbeiten (oder speichern) – Sie können sie in der Bridge-Version von Camera Raw verarbeiten lassen, während Sie an etwas anderem in Photoshop arbeiten. Falls Sie sehr oft die Bridge-Version von Camera Raw einsetzen, sollten Sie mit (Strg)-(K) die Bridge-Einstellungen öffnen, auf ALLGEMEIN klicken und dann die Checkbox CAMERA RAW­EINSTELLUNGEN in Bridge per doppelklick Bearbeiten einschalten. Bei einem Doppelklick auf ein Foto werden RAW-Fotos dann nicht im Photoshop-Camera-Raw, sondern im Bridge-Camera-Raw geöffnet.

In Camera Raw gibt es seit Photoshop CS6 nicht nur völlig neue Regler, einige der alten Regler verhalten sich jetzt auch anders. Am besten ist es, wenn Sie sie verstehen lernen, bevor Sie die Regler nutzen. Die Funktionsweise des Histogramms habe ich mir in der aktuellen Version von Adobe Photoshop Lightroom geborgt (dort ist auch die neueste Version von Camera Raw eingebaut), so lassen sich die Änderungen der Regler besser darstellen.

So gelingen ausdrucksstarke Porträts
yottapixelSo gelingen ausdrucksstarke Porträts Was ist ein Porträt? Gehen wir davon aus, dass wir darunter die mehr oder weniger formatfüllende Abbildung eines Menschen verstehen, wobei die Aufnahme nur das Gesicht oder aber die ganze Person von Kopf bis Fuß zeigt. Allgemeine Fototipps beschränken sich auf Hinweise, was in typischen Standardsituationen ratsam ist. Typisch und Standard heißt aber auch oft: 08/15 für Ihr Bildergebnis. Was auch nur selten erwähnt wird: Nicht jeder Mensch ist vor der Kamera automatisch ein ausdrucksstarkes ``Supermodel``. Die Persönlichkeit und Ausdruckskraft des oder der Porträtierten spielt für das Bild eine weitaus wichtigere Rolle als die Kameratechnik.
So gelingen ausdrucksstarke Porträts

So gelingen ausdrucksstarke Porträts

Was ist ein Porträt?

Gehen wir davon aus, dass wir darunter die mehr oder weniger formatfüllende Abbildung eines Menschen verstehen, wobei die Aufnahme nur das Gesicht oder aber die ganze Person von Kopf bis Fuß zeigt. Allgemeine Fototipps beschränken sich auf Hinweise, was in typischen Standardsituationen ratsam ist. Typisch und Standard heißt aber auch oft: 08/15 für Ihr Bildergebnis. Was auch nur selten erwähnt wird: Nicht jeder Mensch ist vor der Kamera automatisch ein ausdrucksstarkes “Supermodel”. Die Persönlichkeit und Ausdruckskraft des oder der Porträtierten spielt für das Bild eine weitaus wichtigere Rolle als die Kameratechnik.

Bereits die Tatsache, ob Sie einen alten Mann oder eine junge Frau fotografieren, ob Sie eine Tages- oder Kunstlichtsituation vor sich haben, kann ganz unterschiedliche Konsequenzen für die gestalterische Umsetzung des Motivs mit sich bringen. Woran Sie sich orientieren können:

Regel 1 Die Brennweite

Verwenden Sie kein Weitwinkelobjektiv, sondern die optimale Porträtbrennweite (70-100 mm).

Regel 2 Helligkeit einschätzen

Ist genug Umgebungshelligkeit vorhanden, um ohne Blitz zu fotografieren? Damit fangen Sie die natürliche Lichtstimmung am besten ein. Achten Sie auf die Belichtungszeit, um nicht zu verwackeln. Erhöhen Sie gegebenenfalls den ISO-Wert für Aufnahmen aus der Hand. Wenn es nicht ohne Blitz geht, blitzen Sie indirekt, oder verwenden Sie einen Diffusorvorsatz (Papierstreifen). Vielleicht können Sie die Aufnahme an einen Ort verlegen, wo die Lichtverhältnisse günstiger sind. Belichten Sie das Bild so, dass die hellsten Stellen nicht ausfressen.

Regel 3 Schärfe auf die Augen

Augen und Lippen sind für das Porträt am wichtigsten. Auf diese Punkte sollten Sie scharf stellen. Benutzen Sie für das jeweilige Aufnahmeformat (hoch/quer) den Autofokuspunkt, der das Auge trifft – raus aus der Mitte.

Regel 4 Lichtqualität beeinflussen

Fotografieren Sie ein Porträt in einer Lichtsituation, die dem Model schmeichelt. Dazu benötigen Sie am ehesten diffuses Licht, das Sie im Schatten oder an einem bedeckten Tag vorfinden. Benutzen Sie den Kamerablitz zum Aufhellen; an einem trüben Tag und im Schatten ersetzt er das Sonnenlicht und macht schönere Farben. Bei strahlendem Sonnenschein hellt er die Schatten auf. Wenn es eine Möglichkeit gibt, mit einem Reflektor zu arbeiten, setzen Sie ihn ein.

Spielen Sie auch mit den Möglichkeiten, die Ihnen besondere Lichtsituationen bieten. Licht von hinten lässt die Haare aufleuchten. Eine Unterbelichtung vermeiden Sie gegebenenfalls durch einen dosierten Aufhellblitz oder über die Plus-Minus-Korrektur.

Von wo kommt das Licht? Wo und wie verlaufen die Schatten? Vermeiden Sie extreme Kontraste, um unschöne Flecken oder tiefe Schattenzonen im Gesicht zu verhindern.

Regel 5 Farbstimmung beachten

Stellen Sie an der Kamera den zur Aufnahmesituation passenden Weißabgleich ein, und/oder benutzen Sie die Farbstile der Kamera (Porträt) für schönere Hauttöne. Ist die Szene extrem bunt, behalten Sie den Schwarzweißmodus oder die Sepiatonung als Option im Hinterkopf.

Regel 6 Hintergrund gestalten

Achten Sie nicht nur auf das Gesicht, sondern auf alles, was im Bildrahmen zu sehen ist. Verändern Sie den Bildausschnitt so, dass nichts Störendes neben oder hinter dem Hauptmotiv erscheint. Verändern Sie den Abstand zum Model, und gestalten Sie auch mit der Brennweite. Wie verändert sich der Hintergrund? Wie viel Raum nimmt das Model ein, wie viel von der Umgebung wollen Sie noch im Bild sehen? Durch eine offene Blende (A/Av + niedriger Zahlenwert) verändern Sie die Weichheit des Hintergrundes.

Regel 7 Perspektive und Format variieren

Fotografieren Sie die Person nicht immer nur aus Augenhöhe, sondern auch einmal aus einer leichten Untersicht oder leicht von oben. So verändert sich nicht nur der Hintergrund, sondern die ganze Anmutung des Bildes.

Arbeiten Sie mit dem Hochformat oder dem Querformat, oder beschneiden Sie das Foto später zum Quadrat. Lassen Sie in Blickrichtung des Models etwas mehr Raum als hinter dem Kopf. Der Blick des Betrachters folgt dem Blick der abgebildeten Person. Das Model stellt einen Bezug zur Umgebung her, das Bild bekommt eine andere Wirkung, je nachdem, was sonst noch zu sehen ist.

Regel 8 Anschnitt und Ausschnitt

Es muss nicht immer die ganze Person oder das ganze Gesicht zu sehen sein. Wagen Sie An- und Ausschnitte, gegebenenfalls später in der Nachbearbeitung.

Regel 9 Posing

Lassen Sie die Person den Kopf und den Körper drehen. Jeder hat eine Schokoladenseite. Was sieht freundlicher aus? Fotografieren Sie frontal von vorn, mal von links, mal von rechts. Brust raus, Bauch rein – eine normale Körperhaltung wirkt auf dem Foto oft zu schlaff. Eine aufrechte Haltung ist ungewohnt und erscheint dem Porträtierten oft steif, lässt ihn oder sie aber vorteilhafter aussehen.

Bei einem Halbprofil sollte das Model lieber nicht in die Kamera schauen. Die Augen des Models sollten immer der Nase folgen, nicht extrem seitlich zum Fotografen gedreht werden. Für eine seitliche Pose lassen Sie das Model den Körper aus der Hüfte oder Schulter drehen, nicht nur aus dem Hals heraus.

Bei Ganzkörperaufnahmen sehen normal gebaute Personen vorteilhafter und entspannter aus, wenn sie eine Schulter Richtung Kamera drehen und ihr Gewicht auf das Bein verlagern, das weiter vom Fotografen entfernt ist. Die Hände dürfen in die Hosen- oder Jackentaschen, wenn es der Entspannung dient. Kunstgriff: Ein kleiner Gegenstand gibt den Händen etwas zum Festhalten.

Regel 10 Auf das Model eingehen

Fühlt sich das Model unwohl, wenn es vor der Kamera posieren soll? Dann fotografieren Sie lieber unbemerkt. Sorgen Sie für eine Atmosphäre, in der sich der oder die Porträtierte wohlfühlt. Nutzen Sie die kleinen besonderen Momente, und drücken Sie auf den Auslöser, wenn die Person echte, spontane Handbewegungen macht. Das Nachstellen solcher Bewegungen (Haare aus dem Gesicht streichen, Brille aufsetzen) sieht meistens unecht aus. Nehmen Sie Impulse auf, die vom Model kommen. Nehmen Sie sich Zeit, und machen Sie viele, viele Fotos.

Idee – Gestaltung – Technik

Porträts können einen Menschen in einem größeren Umfeld (Location) zeigen oder vor einem neutralen Hintergrund. Die Person kann bei Tageslicht aufgenommen sein, mit Blitzlicht oder in schummriger Umgebungsbeleuchtung. Die Person kann für den Fotografen posieren, in die Kamera schauen oder unbemerkt fotografiert werden, während sie einer Tätigkeit nachgeht. Die Person kann alt oder jung sein, männlich oder weiblich. Er oder sie kann geschminkt oder ungeschminkt sein, für die Aufnahmen in eine besondere Kleidung oder Rolle schlüpfen und mit passenden Requisiten hantieren. Es gibt auch die Varianten des erotischen Porträts, Businessporträts, Bewerbungs- oder Passfotos. Ihre Idee entscheidet über das weitere Vorgehen.

Jede Situation, jede Person ist einzigartig. Durch Licht, Farben, Perspektive, Bildausschnitt, Kleidung, Requisiten und Pose eröffnet sich ein ganzer Kosmos an Kombinationsmöglichkeiten. Knipsen Sie nicht einfach ein Personenfoto, machen Sie Porträts! Auch wenn sich die Szene spontan ergibt, prüfen Sie stets, welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben. Perspektive, Brennweite und Bildformat/-ausschnitt stehen Ihnen immer als Optionen zur Verfügung. Je mehr Zeit Sie für eine Aufnahme haben, desto mehr Variationsmöglichkeiten entstehen. Straßenporträts auf Reisen, bei denen das Zufallsmodel freiwillig mitmacht, gibt es gar nicht so selten. Indem Sie zu Hause mit Freunden und Familienangehörigen üben, können Sie sich auf solche Situationen vorbereiten. Dann müssen in einer einmaligen Situation nicht herumexperimentieren oder auf den Zufall hoffen, sondern Sie wissen bereits, was funktioniert und was nicht.

Die Technik ist von untergeordneter Bedeutung. Nahezu jede Kamera hat eine Porträtbrennweite. Es ist von Vorteil, wenn der Sensor bei schlechten Lichtverhältnissen mit hohem ISO-Wert gute Ergebnisse liefert oder wenn Sie einen externen Blitz verwenden können. Absolut notwendig ist es nicht. Auch wenn Sie mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten arbeiten, mit pfiffigen Ideen und einem charismatischen Model haben Sie beste Voraussetzungen für interessante Porträts. Und was das Model angeht: Spaß an der Sache ist wichtiger als perfektes Aussehen.

Schärfe und Schärfentiefe
yottapixelSchärfe und Schärfentiefe Schärfe und Schärfentiefe ist nicht das gleiche. Aber beides ist in der Naturfotografie von großer Bedeutung für die Bildaussage und die Bildqualität. Es ist vielleicht das Kriterium für ein gelungenes Naturfoto, dass das Motiv an der vom Fotografen gewollten Stelle scharf erscheint - und zwar wirklich scharf. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es zwei Meilensteine gibt, die ein aufstrebender Naturfotograf hinter sich lassen muss. Der erste Meilenstein ist (erstaunlicherweise) der, dass er erst einmal das Motiv selbst finden muss. Der zweite Meilenstein ist der, dass ein Bild an der Stelle scharf ist, an der es das Motiv verlangt (zum Beispiel in den Augen).
Schärfe und Schärfentiefe

Schärfe und Schärfentiefe

Schärfe und Schärfentiefe ist nicht das gleiche. Aber beides ist in der Naturfotografie von großer Bedeutung für die Bildaussage und die Bildqualität.

Es ist vielleicht das Kriterium für ein gelungenes Naturfoto, dass das Motiv an der vom Fotografen gewollten Stelle scharf erscheint – und zwar wirklich scharf. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es zwei Meilensteine gibt, die ein aufstrebender Naturfotograf hinter sich lassen muss. Der erste Meilenstein ist (erstaunlicherweise) der, dass er erst einmal das Motiv selbst finden muss. Der zweite Meilenstein ist der, dass ein Bild an der Stelle scharf ist, an der es das Motiv verlangt (zum Beispiel in den Augen).

Bevor Sie selbst nicht wissen, wie und an welchem Punkt das Motiv Schärfe benötigt, nehmen Sie sich bitte nicht die Bilder zum Vorbild, die “wie von Kinderhand” fotografiert aussehen. Denn die immer wieder in Naturfoto-Wettbewerben auftauchenden, völlig unscharfen und verwackelten Bilder, sind (in der Regel) gewollte Darstellungen von Bewegungen oder dienen dem Fotografen dazu, einen besonderen künstlerischen Touch in seine Bildaussage zu integrieren. Diese Bilder müssen vorab lange geplant werden und sind keine klassischen Naturfotos.

Vor Jahren sah ich auf einem Naturfotofestival einen Vortrag, der von den Veranstaltern als der innovativste Vortrag seit Jahren angekündigt wurde. Darin zeigte ein nordeuropäischer Naturfotograf unscharfe, verwackelte und unterbelichtete Bilder. Ich habe weder davor noch danach bei einem Vortrag jemals wieder so laute und so viele Unmutsäußerungen erlebt wie an diesem Abend. Für mich persönlich gilt, dass ich dem Betrachter meiner Bilder nicht zumuten möchte, darüber nachdenken zu müssen, ob er an einen Augenproblem leidet. Mit scharfen Bildern liegen Sie dagegen immer richtig.

Schärfentiefe

Im Gegensatz zur Schärfe ist die Schärfentiefe ein Bereich, in dem Teile des Motivs nicht zwangsläufig scharf abgebildet sein müssen, sondern vielmehr unscharf, aber erkennbar bleiben.

Die Schärfentiefe ist also anders als die Schärfe zu beurteilen, da sie mit der Ausdehnung der noch sichtbaren Bereiche in einem Bild einhergeht. Bei einem Motiv kann immer nur eine Ebene optimal scharf abgebildet werden. Alles, was sich vor oder hinter dieser Ebene befindet, wird je nach Abstand mehr oder weniger unscharf abgebildet.

Die Ausdehnung der Schärfe, also die Schärfentiefe, wird mit einem mechanischen Bauteil im Objektiv geregelt, der Blende. Den Zusammenhang zwischen Blende und Schärfentiefe erläutere ich Ihnen ausführlich im nachfolgenden Abschnitt   Die Blende verstehen. Nach ein paar Testfotos werden Sie schnell erkennen, worin der Unterschied zwischen einer Blende f4 und einer Blende f16liegt, und . das ist für die Naturfotografie besonders wichtig – wie sich diese Fototechnik auf Ihr Motiv und damit auf den Bildbetrachter auswirkt.

Hinweis

Die Schärfentiefe wird oft auch als “Tiefenschärfe” bezeichnet. Dies ist insofern nicht richtig, da es sich um die Schärfeausdehnung bei einer eingestellten Entfernung zum Motiv handelt und nicht darum, ob die “Tiefe” scharf ist. Die Schärfentiefe gibt an, welcher Bereich bei einem Motiv mit akzeptabler Unschärfe abgebildet wird. Dieser Wert (also der Bereich, der noch scharf abgebildet wird) lässt sich berechnen, steht aber auch für einige ausgewählte Bereiche in der Bedienungsanleitung eines jeden Objektivs.

Die Belichtungszeit richtig wählen
yottapixelDie Belichtungszeit richtig wählen Zufriedenstellende Naturfotos hängen auch von der Wahl der richtigen Belichtungszeit ab. Oft können Sie sich getrost auf die Automatik der Kamera verlassen. Doch was bedeutet eigentlich die Belichtungszeit?
Die Blende verstehen

Die Blende verstehen

Die Funktion der Blende zu verstehen, um sie dann richtig einzusetzen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einem wirklich gelungenen Foto. Nehmen Sie sich die Zeit und probieren Sie die Wirkung einer offenen oder geschlossenen Blende aus.

Jedes Objektiv, egal welcher Bauart, verfügt über eine Blende. Mit der Blende können Sie ein Loch in verschiedenen Größen erzeugen und so bestimmen, ob eine geringe Menge Licht (bei einer kleinen Blendenöffnung) oder eine große Menge Licht (bei einer großen Blendenöffnung) durch das Objektiv auf den Sensor trifft. Unsere Augen sind nach genau diesem Prinzip aufgebaut.

Schon seit vielen Jahrhunderten ist bekannt, dass ein kleines Loch in einem schwarzen Kasten auf der gegenüberliegenden Seite desselben ein Abbild der Szene zeigt, die sich vor dem Loch befindet. Dieser Lochkasten wird Camera obscura oder einfach Lochkamera genannt. Je kleiner das Loch ist, desto schärfer wird das Motiv abgebildet, je größer das Loch ist, desto undeutlicher, aber auch heller ist das Motiv zu erkennen.

Blende, Blendenzahl, Blendenwert

Es mag etwas verwirrend sein, wenn einmal von einer Blende, ein anderes Mal von einer Blendenzahl und wieder ein anders Mal von Blendenwert gesprochen wird. Lassen Sie mich daher kurz auf die scheinbare Begriffsverwirrung eingehen.

Die Blendenzahl (auch Blendenwert, fBlende, fZahl oder einfach nur f genannt) ist die Zahl, die Sie über die Kamera an Ihrem Objektiv einstellen können. Also zum Beispiel 5,6 oder 16. Sie ist ein Maß für die Größe der Öffnung, die die Blende freilässt.

Mit dem Begriff Blende wiederum wird die aus vielen Lamellen bestehende Mechanik bezeichnet, mit der Sie die Blendenöffnungeinstellen können. Umgangssprachlich hat es sich aber durchgesetzt, den Begriff “Blende” auch als Abkürzung für “Blendenzahl” bzw. “Blendenwert” einzusetzen. Also können Sie auch (je nach Zusammenhang) von Blende 5,6 sprechen und meinen damit die Blendenzahl 5,6.

Die Blende und die Schärfentiefe

Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, hat die Blendenzahl keine Einheit. Es gibt folgende Stufen, die (unter anderem) eingestellt werden können: 2 • 2,8 • 4 • 5,6 • 8 • 11• 16 • 22 • 32.

Die Zahlen sind so gewählt, dass jede größere Blendenzahl halb so viel Licht durchlässt wie die vorhergehende und jede kleinere doppelt so viel wie die folgende. Je größer nun der Durchmesser der Öffnung, desto größer ist die Blende, aber umso kleiner ist die Blendenzahl. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Eine kleine Blendenöffnung entspricht einer kleinen Blende, aber einer großen Blendenzahl.

Bei Blende 4 zum Beispiel (eine recht große Blendenöffnung) wird nur ein sehr geringer Bereich scharf abgebildet, das Motiv wird vor einem verschwommenen Hintergrund freigestellt, da es bei dieser Blendenzahl nur eine sehr geringe Schärfentiefe gibt. Bei Blende 16 (eine kleine Blendenöffnung) ist dagegen ein großer Bereich scharf abgebildet, da die Blende 16 einen großen Schärfentiefenbereich besitzt.

Die Blende heute

Objektive jüngerer Bauart bieten dem Fotografen keine Möglichkeit mehr, die Blenden manuell am Objektiv einzustellen. Hier kann nur noch an der Kamera die gewünschte Blende eingestellt werden. Dies hat den Nachteil, dass Sie nicht direkt am Objektiv ausprobieren können, wie so eine Blende eigentlich funktioniert. Der Vorteil für den Fotografen liegt darin, dass – anders als beim mechanischen Blendenring der nur ganze Blendenschritte erlaubt – die feinere elektronische Steuerung in der Kamera das Einstellen von Drittel oder halben Blendenstufen erlaubt. Für den Fotografen bedeutet das, dass eine viel genauere Belichtungssteuerung möglich ist. Zusätzlich wird auch durch das Weglassen des Blendenringes Gewicht gespart.

Hinweis

  • kleine Blendenzahl (zum Beispiel Blende 4) = großes Loch/große Blendenöffnung = geringe Schärfentiefe
  • große Blendenzahl (zum Beispiel Blende 16) = kleines Loch/kleine Blendenöffnung = große Schärfentiefe

Oder anders formuliert: Wenn die Blendenöffnung groß ist, wird nur ein sehr geringer Bereich vor und hinter der scharfgestellten Ebene scharf abgebildet. Je kleiner die Blendenöffnung wird, desto größer wird auch der scharfgestellte Bereich – also die Schärfentiefe –, und der Betrachter sieht viele Details im Bild scharf.

Blende und Belichtungszeit
yottapixelBlende und Belichtungszeit Das Zusammenspiel von Blende und Belichtungszeit zu verstehen, ist ein bedeutender Schritt hin zum Verständnis der vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen die Fotografie bietet.
Die Belichtungszeit richtig wählen

Die Belichtungszeit richtig wählen

Zufriedenstellende Naturfotos hängen auch von der Wahl der richtigen Belichtungszeit ab. Oft können Sie sich getrost auf die Automatik der Kamera verlassen. Doch was bedeutet eigentlich die Belichtungszeit?

Mit der Belichtungszeit haben Sie Einfluss darauf, wie lange das – im Moment der Aufnahme – vorhandene Licht auf den Sensor einwirkt. Wählt zum Beispiel die Automatik Ihrer Kamera eine Belichtungszeit von 1s, so wird eine Sekunde lang durch die Blende des Objektivs hindurch Licht auf den Sensor gelassen. Genauso verhält es sich bei allen Belichtungszeiten, die die Kamera oder Sie als Fotografwählen. Somit lässt sich der Schluss ziehen, dass an einem düsteren Novem bernachmittag in Deutschland eine lange Belichtungs zeit notwendig ist, um ein auf einer Wiese grasendes Reh noch einigermaßen sichtbar abzubilden. Dagegen müssen Sie eine bei Mittagssonne über den Strand der spanischen Costa Brava fliegende Möwe nur mit einer sehr kurzen Belichtungszeit ablichten, damit diese nicht überbelichtet und zu hell abgebildet wird.

An diesem Beispiel sehen Sie zudem, dass Sie bei sich schnell bewegenden Motiven eine möglichst kurze Belichtungszeit (dies sind 1/500 s oder kürzer) einstellen sollten.

Hinweis

Ganz genauso wie bei der Blendenzahl sind die verschiedenen Stufen der Belichtungszeit so gewählt, dass jede längere Belichtungszeit ungefähr doppelt so viel Licht auf den Sensor lässt, wie die vorhergehende und jede kürzere nur halb so viel Licht wie die folgende.

Hier die dazugehörende Belichtungszeitenreihe:

1s • 1/2s • 1/4s • 1/8s • 1/15s • 1/30s • 1/60s • 1/125s • 1/250s • 1/500 s • 1/1000 s • 1/2000 s • 1/4000 s

Die Belichtungszeit ist also ein Mittel, um auf die vom Motiv und den äußeren Lichteinflüssen vorgegebenen Bedingungen flexibel reagieren zu können, indem Sie immer nur so lange Licht auf den Sensor fallen lassen, wie das Motiv für eine ausgewogene Belichtung benötigt.

Die Belichtungsstufen

Bei allen Spiegelreflexkameras lässt sich die Belichtungszeit in definierten Stufen einstellen. Im Sucher Ihrer Kamera (oder auf dem Display hinten an der Kamera) ist eine Skala, die Ihnen anzeigt, ob Sie oder die Kameraautomatik die richtige Belichtung gewählt haben.

Hinweis

  • 1/60 s = lange Belichtungszeit = sich schnell bewegende Objekte werden unscharf abgebildet
  • 1/2000 s = kurze Belichtungszeit = sich schnelle bewegende Objekte werden scharf abgebildet

Faustregel: Fotografieren Sie schnelle Lebewesen möglichst mit 1/1000 s Belichtungszeit oder kürzer.

Die Blende verstehen
yottapixelDie Blende verstehen Die Funktion der Blende zu verstehen, um sie dann richtig einzusetzen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einem wirklich gelungenen Foto. Nehmen Sie sich die Zeit und probieren Sie die Wirkung einer offenen oder geschlossenen Blende aus.
Blende und Belichtungszeit

Blende und Belichtungszeit

Das Zusammenspiel von Blende und Belichtungszeit zu verstehen, ist ein bedeutender Schritt hin zum Verständnis der vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen die Fotografie bietet.

Die Blende und die Belichtungszeit bilden eine Einheit. Sobald Sie dies verinnerlicht haben, sind Sie bereits einen großen Schritt weiter. Denn die Kombination der zwei Parameter ermöglicht Ihnen, Bilder so zu gestalten, wie Sie es wollen und nicht wie es die Kameratechnik (zum Beispiel in der Automatik) vorgibt.

Gleichbleibende Helligkeit

Nehmen Sie einmal an, dass Sie Blende 8 eingestellt haben und der interne Belichtungsmesser der Kamera gibt Ihnen als Belichtungszeit 1/500 s an. Aus diesen Werten lässt sich ganz einfach für jede beliebige Blende die richtige Belichtungszeit errechnen, ohne dass Sie die Kameraautomatik weiter benötigen. Warum ist das so? Ganz einfach: Sie möchten mehr Schärfentiefe in Ihrem Bild haben und wollen lieber mit Blende 11 fotografieren. Blende 11 lässt aber nur halb so viel Licht durch wie Blende 8, also muss doppelt so lang belichtet werden, wenn die gleiche Lichtmenge durchgelassen werden soll. 2 x 1/500 s ergibt 1/250 s, somit wird bei Blende 11 für 1/250 sbelichtet. Oder Sie möchten lieber eine geringere Schärfentiefe als bei Blende 8 bekommen und wählen nun die Blende 5,6. Nun wird doppelt so viel Licht durch die Linse gelassen als bei Blende 8, also brauchen Sie nur die Hälfte der Belichtungszeit, nämlich 1/1000 s.

Blende 2 2,8 4 5,6 8 11 16 22 32
Belichtungszeit 1/8000 s 1/4000 s 1/2000 s 1/1000 s 1/500 s 1/250 s 1/125 s 1/60 s 1/30 s

In der Tabelle sehen Sie die Blendenzahlen und die dazugehörenden Belichtungszeiten, die jeweils ein gleich helles Bild ergeben. Es spielt für die Bildhelligkeit also keine Rolle, ob Sie bei einer Belichtungszeit von 1/400 s bei Blende 8 oder bei 1/200 s und Blende 11 Ihr Bild machen. In beiden Fällen wird das Motiv richtig belichtet, doch die Schärfentiefe ändert sich dramatisch. Außerdem ist die Belichtungszeit je nach Motiv ein wichtiger Faktor, denn wenn die Belichtungszeit zu lang wird, laufen Sie Gefahr, Ihr Bild zu verwackeln.

Lichtstärke

Wegen des Zusammenhangs zwischen Blende und Belichtungszeit lässt sich ableiten, warum professionelle Fotografen lichtstarke Objektive kaufen, Objektive also, die große Blendenöffnungen (Blende 2,8 oder auch 1,4) erlauben. So kann beispielsweise mit einem Objektiv, das die Blende 5,6 als größte Blendenöffnung bietet, nur mit maximal 1/500 s fotografiert werden. Mit einem Objektiv der Lichtstärke 2,8 können aber unter denselben Lichtbedingungen noch Aufnahmen mit 1/2000 s Belichtungszeit gemacht werden.

Hinweis

Für die Naturfotografie sollte eine digitale Spiegelreflexkamera mindestens die folgenden Einstellungsmöglichkeiten zur Steuerung der Belichtung haben:

Programmautomatik P
eine vollautomatische Blenden- und Belichtungszeitsteuerung. Die Motivprogramme mancher Kameras (für Makros, Landschaften, Porträts etc.) arbeiten ebenfalls vollautomatisch. Als Fotograf haben Sie hier praktisch keinen Einfluss auf die Wahl der Blende und die Belichtungszeit. Ausnahme ist hier nur die Programmverschiebung.
Blendenvorwahl A/Av
Diese Art der Belichtungssteuerung wird in der Naturfotografie sehr häufig eingesetzt. Hier wählen Sie die Blende vor, und die Kameraautomatik berechnet die passende Belichtungszeit dazu.
Zeitvorwahl S/T/Tv
Hier wählen Sie die Belichtungszeit aus und die Kamera stellt dazu passend einen Blendenwert ein. Sinnvoll ist diese Einstellung bei der Actionfotografie, bei der Sie sehr kurze Belichtungszeiten brauchen und bei der dynamischen Unschärfefotografie, wo Sie eine relativ lange Belichtungszeit einstellen müssen.
Manueller Modus M
Hier stellen Sie sowohl Blende als auch Belichtungszeit selbst ein. Diese Einstellung ist vor allem in der Makrofotografie sehr hilfreich.
Optischer Zoom
yottapixelOptischer Zoom Das Verändern der Brennweite nennt man Zoomen beziehungsweise Zoom. Solche Objektive nennt man Zoom-Objektive oder auch Vario-Objektive. Unter dem Zoomfaktor eines Objektivs versteht man, um das wieviel-fache die Brennweite des Objektivs verlängert werden kann, bezogen auf die minimale Brennweite (Anfangsbrennweite). Die Änderung der Brennweite wird durch Verschiebung von Linsengruppen innerhalb des Objektivs erreicht. Zur Bedienung gibt es außen dafür entweder einen Drehring (Drehzoom) oder man kann einen Ring in Richtung der Objektivachse verschieben (Schiebezoom). Bei Kompaktkameras mit fest eingebautem Objektiv findet man dazu auch oft einen Regler am Gehäuse, oft um den Auslöser herum angeordnet.
Optischer Zoom

Optischer Zoom

Das Verändern der Brennweite nennt man Zoomen beziehungsweise Zoom. Solche Objektive nennt man Zoom-Objektive oder auch Vario-Objektive. Unter dem Zoomfaktor eines Objektivs versteht man, um das wieviel-fache die Brennweite des Objektivs verlängert werden kann, bezogen auf die minimale Brennweite (Anfangsbrennweite). Die Änderung der Brennweite wird durch Verschiebung von Linsengruppen innerhalb des Objektivs erreicht. Zur Bedienung gibt es außen dafür entweder einen Drehring (Drehzoom) oder man kann einen Ring in Richtung der Objektivachse verschieben (Schiebezoom). Bei Kompaktkameras mit fest eingebautem Objektiv findet man dazu auch oft einen Regler am Gehäuse, oft um den Auslöser herum angeordnet.

Eine Kamera, die eine minimale Brennweite von 35 mm und eine maximale Brennweite von 140 mm besitzt, hat somit 4-fach Zoom, da 35 * 4 = 140. Wer mit 70 mm Brennweite fotografiert, verwendet also in diesem Fall 2-fach Zoom an. Der Zoomfaktor ist damit immer auf ein bestimmtes Objektiv bezogen (genauer: auf die Anfangsbrennweite des Objektivs) und damit zwischen verschiedenen Objektiven und Kameras nicht direkt vergleichbar.

Man nennt diese Art des Zooms auch optischen Zoom. Der optische Zoom entsteht also durch Verändern der Brennweite – je größer die Brennweite, umso größer der Zoom (beziehungsweise umso kleiner der abgebildete Ausschnitt). Der digitale Zoom, den Digitalkameras meist bieten, ist davon zu unterscheiden.

Digitaler Zoom

Der digitale Zoom entsteht, indem in das vom Kamerasensor erfasste Bild hineingezoomt wird, genau so, wie wenn man in einem Fotobearbeitungs-Programm oder Bildbetrachtungs-Programm mit der Lupenfunktion in das Bild hineinzoomt. Der Wert sagt dabei aus, um das wieviel-fache das Bild gekürzt wird (1/Faktor). Ein digitaler Zoom von 5 besagt also, dass das Bild auf 1/5 seiner Länge und Höhe zugeschnitten wird. Zoomen bedeutet hier immer, ein ursprüngliches Bild zu kürzen, das heißt, den Ausschnitt zu verkleinern. Wie bereits erläutert, könnte man auch den Formatfaktor eines kleineren Sensors gebenüber einem Sensor im Kleinbildformat als solch einen permanenten digitalen Zoom interpretieren.

Der digitale Zoom kann angewendet werden, um den Bildausschnitt weiter zu verkleinern, nachdem die Grenze des optischen Zooms erreicht ist. Er ist für den Extremfall gedacht, wenn der maximale optische Zoom für die gewünschte Aufnahme nicht ausreichend ist – er kann aber zu Qualitätsverlust führen, da er mit der Beschneidung des Fotos arbeitet und die Beschneidung von Fotos stets eine Verminderung der Pixelzahl zur Folge hat.

Bei Kameras wird der digitale Zoom meist unabhängig vom optischen Zoom angegeben. Der Hersteller beschreibt sein Produkt beispielsweise wie folgt: 3-fach optischer Zoom, 5- fach digitaler Zoom. Das heißt, dass man theoretisch bis (3 * 5) also 15-fachen Zoom erzeugen kann. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass wenn das Bild mit 3-fach Zoom aufgenommen wird, die Kamera nun noch einmal bis zu 5-fach in das Bild hineinzoomen kann und damit 5-fach digitalen Zoom erzeugt, der zusammen mit dem 3-fach optischen Zoom einen Zoom-Faktor von insgesamt 15 ergibt. Auf dem Monitor der Kamera wird dann aber oft auch der Gesamtzoom angegeben, z.B. “7.5x” bei 3-fach optischen + 2.5-fach digitalen Zoom.

Es wird oft behauptet, der digitale Zoom führt zu Qualitätsverlust und ist kein “echter Zoom”,

was vom Prinzip her erst einmal korrekt ist. Es wird im Nachfolgenden aber gezeigt, dass der digitale Zoom nicht zwangsweise einen Qualitätsverlust bringt, sofern man nicht die volle Pixelzahl des Sensors benötigt.

Nehmen wir einmal an, der Kamerasensor habe 4000 x 3000 Bildpunkte (12 MP). Nehmen wir das größte Aufnahmeformat, eben 4000 x 3000, und verwenden den digitalen Zoom (zum Beispiel 2-fach digitaler Zoom), dann führt dies sofort zum Qualitätsverlust. Die Kamera nimmt das Foto also in 4000 x 3000 auf und vergrößert das Bild um einen Faktor 2, indem sie links und rechts 1000 Pixel und oben und unten 750 Pixel abschneidet. Die mittleren 2000 x 1500 Pixel bleiben übrig. Das Foto ist nun tatsächlich um Faktor 2 vergrößert, hat also 2-fach digitalen Zoom erfahren. Die Pixelzahl ist aber nur noch 3 MP, also bereits deutlich geringer als zuvor. Bei 4-fach digitalen Zoom wäre sie jetzt nur noch 1000 x 750. Das ist weniger als 1 MP und keine gute Qualität mehr. Der digitale Zoom hat in dem Fall also wirklich einen erheblichen Qualitätsverlust (drastische Reduzierung der Auflösung) bewirkt.

Fotografiert man nun jedoch ohnehin mit einer niedrigeren Auflösung, zum Beispiel 2000 x 1500, was für den Alltag durchaus okay sein mag, so kann 2-fach digitaler Zoom angewendet werden, ohne dass ein Verlust zu befürchten ist. Die Kamera nimmt das Foto dann erst einmal im Format 4000 x 3000 auf und beschneidet es wie bereits erläutert. Es liegt dann im Format 2000 x 1500 vor, also so wie auch vom Benutzer gewünscht ist, ist aber bereits 2-fach digital vergrößert.

Das Fazit ist damit, dass digitaler Zoom beim Fotografieren mit größter Auflösung immer zum Qualitätsverlust führt, beim Fotografieren mit geringerer Auflösung jedoch ein Spielraum besteht, in dem digitaler Zoom keinen Qualitätsverlust bewirkt. Viele Kameras zeigen beim digitalen Zoomen durch unterschiedliche Farbbalken an, bis wohin der digitale Zoom verlustfrei ist beziehungsweise ab wann er zum Qualitätsverlust führt.

Geht man von einem 12-MP-Sensor aus, so kann man sagen, dass alles bis 2-fach digitalem Zoom noch okay sein mag, da ein 3-MP-Bild für den normalen Gebrauch völlig ausreichend ist. Damit ließe sich der optische Zoom, wie groß auch immer er sein mag, verdoppeln.

Da sich der Effekt allerdings auch immer sehr einfach unabhängig von der Kamera bei der Nachbearbeitung erreichen läßt, ist es bei erfahrenen Fotografen durchaus üblich, den digitalen Zoom komplett zu deaktivieren und Bilder immer mit der maximal möglichen Anzahl von Pixeln abzuspeichern, um dann bei der Nachbearbeitung den Ausschnitt optimal festzulegen – denn dieser muß ja nicht immer mittig optimal sein, wie die Kamera das Bild automatisch zuschneiden würde. Bearbeitet man seine Bilder also ohnehin nach, empfiehlt es sich sicherlich, auf den digitalen Zoom komplett zu verzichten.

Digitale Bildbearbeitung
yottapixelDigitale Bildbearbeitung Die digitale Bildbearbeitung bezeichnet das nachträgliche Verändern eines digital vorliegenden Fotos mit Programmen. Dieses kann sowohl mit einer Digitalkamera als auch einer Analogkamera aufgenommen worden sein.

Optischer Zoom

DIE STILLE RESERVE: DER ISO-WERT

Die Bezeichnung ISO steht dafür, wie empfindlich der Sensor auf die Lichteinwirkung reagieren soll. Früher stand ISO für die Lichtempfindlichkeit des Films.

Das gerade für die Naturfotografie wohl wichtigste Merkmal eines Kamerasensors ist der unglaublich weit gefasste Bereich, in dem sich mittlerweile der ISO-Wert einstellen lässt. Zu Zeiten des Fotofilms war in der Naturfotografie praktisch bei ISO 200 Schluss. Schon bei diesem ISO-Wert war die Körnung so stark und waren die Farben der Filme so unrealistisch, dass Naturfotografen sie nicht einsetzen konnten.Traumhafte Zeiten dagegen heute: Zwischen ISO 100 und ISO 12600 ist die Bildqualität mittlerweile so gut, dass man beinahe schon in völliger Dunkelheit fotografieren kann. Und ISO 100 000 sind auch schon (bei den hochprofessionellen Kameras) überschritten.

Optischer Zoom

Schärfe und Schärfentiefe

Schärfe und Schärfentiefe ist nicht das gleiche. Aber beides ist in der Naturfotografie von großer Bedeutung für die Bildaussage und die Bildqualität.

Es ist vielleicht das Kriterium für ein gelungenes Naturfoto, dass das Motiv an der vom Fotografen gewollten Stelle scharf erscheint – und zwar wirklich scharf. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es zwei Meilensteine gibt, die ein aufstrebender Naturfotograf hinter sich lassen muss. Der erste Meilenstein ist (erstaunlicherweise) der, dass er erst einmal das Motiv selbst finden muss. Der zweite Meilenstein ist der, dass ein Bild an der Stelle scharf ist, an der es das Motiv verlangt (zum Beispiel in den Augen).

Bevor Sie selbst nicht wissen, wie und an welchem Punkt das Motiv Schärfe benötigt, nehmen Sie sich bitte nicht die Bilder zum Vorbild, die “wie von Kinderhand” fotografiert aussehen. Denn die immer wieder in Naturfoto-Wettbewerben auftauchenden, völlig unscharfen und verwackelten Bilder, sind (in der Regel) gewollte Darstellungen von Bewegungen oder dienen dem Fotografen dazu, einen besonderen künstlerischen Touch in seine Bildaussage zu integrieren. Diese Bilder müssen vorab lange geplant werden und sind keine klassischen Naturfotos.

Vor Jahren sah ich auf einem Naturfotofestival einen Vortrag, der von den Veranstaltern als der innovativste Vortrag seit Jahren angekündigt wurde. Darin zeigte ein nordeuropäischer Naturfotograf unscharfe, verwackelte und unterbelichtete Bilder. Ich habe weder davor noch danach bei einem Vortrag jemals wieder so laute und so viele Unmutsäußerungen erlebt wie an diesem Abend. Für mich persönlich gilt, dass ich dem Betrachter meiner Bilder nicht zumuten möchte, darüber nachdenken zu müssen, ob er an einen Augenproblem leidet. Mit scharfen Bildern liegen Sie dagegen immer richtig.

Schärfentiefe

Im Gegensatz zur Schärfe ist die Schärfentiefe ein Bereich, in dem Teile des Motivs nicht zwangsläufig scharf abgebildet sein müssen, sondern vielmehr unscharf, aber erkennbar bleiben.

Die Schärfentiefe ist also anders als die Schärfe zu beurteilen, da sie mit der Ausdehnung der noch sichtbaren Bereiche in einem Bild einhergeht. Bei einem Motiv kann immer nur eine Ebene optimal scharf abgebildet werden. Alles, was sich vor oder hinter dieser Ebene befindet, wird je nach Abstand mehr oder weniger unscharf abgebildet.

Die Ausdehnung der Schärfe, also die Schärfentiefe, wird mit einem mechanischen Bauteil im Objektiv geregelt, der Blende. Den Zusammenhang zwischen Blende und Schärfentiefe erläutere ich Ihnen ausführlich im nachfolgenden Abschnitt   Die Blende verstehen. Nach ein paar Testfotos werden Sie schnell erkennen, worin der Unterschied zwischen einer Blende f4 und einer Blende f16liegt, und . das ist für die Naturfotografie besonders wichtig – wie sich diese Fototechnik auf Ihr Motiv und damit auf den Bildbetrachter auswirkt.

Hinweis

Die Schärfentiefe wird oft auch als “Tiefenschärfe” bezeichnet. Dies ist insofern nicht richtig, da es sich um die Schärfeausdehnung bei einer eingestellten Entfernung zum Motiv handelt und nicht darum, ob die “Tiefe” scharf ist. Die Schärfentiefe gibt an, welcher Bereich bei einem Motiv mit akzeptabler Unschärfe abgebildet wird. Dieser Wert (also der Bereich, der noch scharf abgebildet wird) lässt sich berechnen, steht aber auch für einige ausgewählte Bereiche in der Bedienungsanleitung eines jeden Objektivs.

RICHTIG BELICHTEN

Sie können sich auf Ihre Kamera verlassen.Sie wird Ihnen oft die Arbeit abnehmen, richtig belichtete Bilder zu erhalten. Aber woher weiß die Kamera eigentlich, wann ein Bild richtig belichtet ist?

Mittlerweile ist die Kameratechnik so gut geworden, dass – außer in wirklich extremen Lichtsituationen – die Belichtungs-Automatik Ihr Motiv richtig belichten wird. Damit Sie das zuverlässig tun kann, sind alle Kamerabelichtungsmesser auf einen bestimmten (Licht) Wert geeicht, der 18% des von einer Fläche reflektierten Lichtes entspricht. Eine Graukarte (die Sie im Fotohandel erwerben können) reflektiert nun genau diese 18% des einfallenden Lichtes. Fotografieren Sie beispielsweise die Graukarte mit der Programmautomatik Ihrer Kamera, ist das Bild genau richtig belichtet, da die Kameraelektronik so programmiert ist, dass bei dieser Lichtsituation ein Bild perfekt belichtet werden soll.

Im fotografischen Alltag sieht das so aus, dass die Elektronik nach einer Fläche im Motiv sucht, die exakt oder wenigstens annähernd den 18% reflektierten Lichtes der Graukarte entspricht. Erst dann stellt sie die Belichtungszeit ein, und Sie können Ihr Bild machen. Dies alles spielt sich in Bruchteilen einer Sekunde ab.

Doch was macht die Kamera bei weißen oder schwarzen Flächen? Hier ist die Schwäche der standardisierten Messung per 18% reflektierten Lichtes der Graukarte. Bei weißen Flächen wird die Kamera immer schlussfolgern: Es ist sehr hell, hier genügt eine kurze Belichtungszeit und/oder eine geschlossene Blende. Dies hat zur Folge, dass Motive mit vielen weißen Flächen in der Regel unterbelichtet werden.

Genau andersherum ist dies bei schwarzen Anteilen im Bild. Hier wird die Elektronik der Kamera automatisch zu lange belichten, und das Schwarz wird überbelichtet, also zu hell wiedergegeben.

Optischer Zoom

Richtig Belichten

Sie können sich auf Ihre Kamera verlassen.Sie wird Ihnen oft die Arbeit abnehmen, richtig belichtete Bilder zu erhalten. Aber woher weiß die Kamera eigentlich, wann ein Bild richtig belichtet ist?

Mittlerweile ist die Kameratechnik so gut geworden, dass – außer in wirklich extremen Lichtsituationen – die Belichtungs-Automatik Ihr Motiv richtig belichten wird. Damit Sie das zuverlässig tun kann, sind alle Kamerabelichtungsmesser auf einen bestimmten (Licht) Wert geeicht, der 18% des von einer Fläche reflektierten Lichtes entspricht. Eine Graukarte (die Sie im Fotohandel erwerben können) reflektiert nun genau diese 18% des einfallenden Lichtes. Fotografieren Sie beispielsweise die Graukarte mit der Programmautomatik Ihrer Kamera, ist das Bild genau richtig belichtet, da die Kameraelektronik so programmiert ist, dass bei dieser Lichtsituation ein Bild perfekt belichtet werden soll.

Im fotografischen Alltag sieht das so aus, dass die Elektronik nach einer Fläche im Motiv sucht, die exakt oder wenigstens annähernd den 18% reflektierten Lichtes der Graukarte entspricht. Erst dann stellt sie die Belichtungszeit ein, und Sie können Ihr Bild machen. Dies alles spielt sich in Bruchteilen einer Sekunde ab.

Doch was macht die Kamera bei weißen oder schwarzen Flächen? Hier ist die Schwäche der standardisierten Messung per 18% reflektierten Lichtes der Graukarte. Bei weißen Flächen wird die Kamera immer schlussfolgern: Es ist sehr hell, hier genügt eine kurze Belichtungszeit und/oder eine geschlossene Blende. Dies hat zur Folge, dass Motive mit vielen weißen Flächen in der Regel unterbelichtet werden.

Genau andersherum ist dies bei schwarzen Anteilen im Bild. Hier wird die Elektronik der Kamera automatisch zu lange belichten, und das Schwarz wird überbelichtet, also zu hell wiedergegeben.

Das lässt den Schluss zu, dass Sie als Fotograf wohl doch öfter einmal in die Belichtung eingreifen müssen, wollen Sie nicht nur zufällig richtig belichtete Bilder erhalten.

Genau dieses Problem haben die Kamerahersteller erkannt und entwickelten verschiedene Methoden, die es der Elektronik erlauben, bei extremen Situationen korrigierend einzugreifen. Neuere Kameras berechnen nämlich zusätzlich zur klassischen Methode anhand abgespeicherter Beispielbilder die richtige Belichtung. Und es werden die Farben und die Entfernung zum Motiv mitberechnet. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines richtig belichteten Bildes ganz enorm.

Doch eines bleibt noch in der Hand des Fotografen: Er kann der Elektronik eine Hilfestellung geben, indem er der Kamera mitteilt, an welcher Stelle das Motiv richtig belichtet sein soll. Dies geschieht mit Hilfe der Methode der Belichtungsmessung, von denen jede Spiegelreflexkamera in der Regel drei verschiedene anbietet. Dies sind die Spotmessung, die Mittenbetonte Messung und die Matrixmessung.

Daneben bieten eigentlich alle Kameras die Möglichkeit einer Belichtungskorrektur. Hiermit können Sie in der Regel schnell und einfach den oben genannten bekannten Schwächen der Belichtungsmessung entgegenwirken, indem Sie zum Beispiel ein sehr dunkles Motiv gezielt etwas unterbelichten, damit Schwarz auch wirklich schwarz dargestellt wird und umgekehrt.

Sollte trotzdem immer noch eine falsche Belichtung vorliegen, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, über die Bildbearbeitung selbst eine größere Unter oder Überbelichtung zu korrigieren, besonders wenn Sie im RAW-Format fotografieren. Doch das Ziel muss immer sein, schon beim Fotografieren alles richtig zu belichten. Denn sonst verbringen Sie mehr Zeit am Computer als draußen bei Ihren Motiven.

Eine Hilfe vor Ort ist eben die Graukarte. Sie lässt sich nicht immer überall einsetzen, aber wenn genügend Zeit ist, wie zum Beispiel bei Makroaufnahmen, können Sie mit ihr schnell kontrollieren, ob Sie Ihr Motiv richtig belichtet haben.

Das Histogramm

Das Histogramm zeigt Ihnen die Verteilung der Helligkeiten im Bild, auf Wunsch auch nach den drei Farbkanälen Rot, Grün und Blau getrennt. Dies geschieht in Form von farbigen oder weißen Säulen in Form eines Diagramms, wobei jede einzelne Säule die Anzahl der Bildpixel widerspiegelt, die in dieser Helligkeit bzw. Farbevorliegen. Auf der linken Seite kommen dabei die dunkelsten (ganz schwarzen) Pixel zu liegen und ganz rechts die hellsten (weißen) Pixel. Die übrigen Helligkeiten (Graustufen) verteilen sich dazwischen. Jede Kamera zeichnet das Histogramm automatisch auf, und Sie können es in eigentlich jedem Bildbearbeitungs-Programm anzeigen lassen, oft auch schon in der Kamera selbst.

In der Theorie erlaubt das Histogramm eine Beurteilung, ob ein Bild richtig belichtet wurde. In der Praxis spielt dies in der Naturfotografie aber in aller Regel eine sehr geringe Rolle. Denn Sie können anhand des Histogramms nicht erkennen, welche Bildteile genau durch welche Säulen repräsentiert sind. Zudem bezieht sich das angezeigte Histogramm nicht auf das im RAW-Format aufgenommene Bild, sondern auf das ins JPEG-Format umgerechnete Bild, das auf dem Kameradisplay angezeigt wird.

Ich erwähne das Histogramm auch nur deshalb, weil die mehr technisch interessierten Naturfotografen gerne auf das Histogramm eines Bildes hinweisen, um so aufzuzeigen, wie das Bild hätte besser werden können. Doch in der Naturfotografie ist es wichtiger zu wissen, wann und wo ich zum Beispiel einen blühenden Frauenschuh finden kann, als am Histogramm zu erkennen, wie (technisch) schlecht mein Foto vielleicht geworden ist.

SCHNEE: DIE HOHE SCHULE DER BELICHTUNG

Gleißendes Weiß überfordert selbst modernste Kameratechnik. Hier sind Können und Erfahrung des Naturfotografengefragt. Doch mit einigen wenigen Kniffen bekommen Sie jedes Schneeproblem in den Griff.

Einer der entscheidenden fotografischen Kniffe für knackige (und richtig belichtete) Schneebilder ist ganz einfach: Machen Sie eine Belichtungsreihe. So wichtig wie bei der Schneefotografie ist sie bei kaum einem anderen naturfotografischen Thema. Denn so können Sie der meist überforderten Kameraelektronik ein Schnippchen schlagen.

Der Belichtungsmesser der Kamera belichtet immer nach dem definierten Mittelwert von 18% Reflexion der Graukarte. Weiße Flächen werden daher immer unterbelichtet und schwarze immer überbelichtet. Die Faustregel lautet: Helle Flächen müssen mindestens um eine Belichtungsstufe länger belichtet werden und schwarze um mindestens eine Stufe unterbelich tet werden, damit eine korrekte Belichtung des Motivs erfolgt. Moderne Kameras versuchen, diesen internen “Belichtungsfehler” dadurch auszugleichen, dass in der Kamerasoftware Fotosituationen abgespeichert werden, mit denen das zu fotografierende Motiv verglichen wird. Anschließend wird die Belichtungszeit diesem Vergleich angepasst. Dieser Abgleich geschieht innerhalb weniger Millisekunden. Damit ist die Trefferquote für ein richtig belichtetes Schneebild deutlich höher geworden.

Optischer Zoom

Schnee: die hohe Schule der Belichtung

Gleißendes Weiß überfordert selbst modernste Kameratechnik. Hier sind Können und Erfahrung des Naturfotografengefragt. Doch mit einigen wenigen Kniffen bekommen Sie jedes Schneeproblem in den Griff.

Einer der entscheidenden fotografischen Kniffe für knackige (und richtig belichtete) Schneebilder ist ganz einfach: Machen Sie eine Belichtungsreihe. So wichtig wie bei der Schneefotografie ist sie bei kaum einem anderen naturfotografischen Thema. Denn so können Sie der meist überforderten Kameraelektronik ein Schnippchen schlagen.

Der Belichtungsmesser der Kamera belichtet immer nach dem definierten Mittelwert von 18% Reflexion der Graukarte. Weiße Flächen werden daher immer unterbelichtet und schwarze immer überbelichtet. Die Faustregel lautet: Helle Flächen müssen mindestens um eine Belichtungsstufe länger belichtet werden und schwarze um mindestens eine Stufe unterbelich tet werden, damit eine korrekte Belichtung des Motivs erfolgt. Moderne Kameras versuchen, diesen internen “Belichtungsfehler” dadurch auszugleichen, dass in der Kamerasoftware Fotosituationen abgespeichert werden, mit denen das zu fotografierende Motiv verglichen wird. Anschließend wird die Belichtungszeit diesem Vergleich angepasst. Dieser Abgleich geschieht innerhalb weniger Millisekunden. Damit ist die Trefferquote für ein richtig belichtetes Schneebild deutlich höher geworden.

Ein anderer Weg, fehlbelichtete Bilder zu retten, liegt in der Nachbearbeitung von RAW-Dateien. Denn eine Unter oder Überbelichtung (letztere ist allerdings problematischer in der Nachbearbeitung) lassen sich zum Beispiel in Photoshop beheben.

Wirkung der Belichtungszeit

Genug der Theorie, anhand von konkreten Beispielen möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie das “Problem” Schnee schnell in den Griff bekommen können.

Robbenspuren im Schnee. Die Unterbelichtung des Schnees bewirkt ganz deutlich einen Blaustich. Zudem ist das Bild natürlich auch zu dunkel. Nach einer Korrektur der Belichtung um eine Drittelstufe durch eine verlängerte Belichtungszeit, ist das Bild immer noch blaustichig und zu dunkel. Nach einer Korrektur um eine weitere Drittelstufe ist das Bild nun richtig belichtet. Der Schnee ist schön weiß. Eigentlich wäre bei dem Motiv eine Korrektur um eine oder mehr Stufen zu erwarten gewesen. Doch wenn Sie sich ihr Motiv genauer anschauen, dann werden sie feststellen, dass sehr viele Bildelemente nicht rein weiß sind und dass das Motiv an sich relativ dunkel da herkommt. All das bewirkt eine geringere Belichtungskorrektur, als eigentlich erwartet.

Einstellungen für die Schneefotografie

  • Stellen Sie die Belichtungsmessung auf Mittenbetont. Bei der Mittenbetonten Messung können Sie am besten einschätzen welcher Bereich tatsächlich zur Belichtungsmessung herangezogen wird. Der Messbereich bei der Spotmessung ist zu klein und bei der Matrixmessung (also bei einer Messung über den gesamten Motivbereich) können Sie niemals vorhersagen, bei welchem Motivteil die Elektronik den angegebenen Belichtungswert gemessen hat.
  • Wählen Sie die manuelle Belichtungssteuerung M, und korrigieren Sie die Belichtungszeiten manuell, zum Beispiel durch eine Belichtungsreihe.
  • Stellen Sie den Weißabgleich auf Automatisch und korrigieren Sie das Ergebnis notfalls in der Bildbearbeitung.

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